Montag, 3. Mai 2010

Piemont

In den letzten 2 Wochen war ich nicht gerade fleißig mit Blog-Einträgen.
Da ich jetzt für 1 Woche nach Piemont zu meinem On-Arrival-Training fliege, wird es somit auch keinen neuen Eintrag geben, denn ich starte in die Computer freie Woche :)

Danach möchte ich euch aber gerne wieder auf dem laufenden halten.
Also: Gute Woche!

Donnerstag, 15. April 2010

Alle Wege führen nach Rom!








Am Dienstag, 06/04/10 ist es also vorbei mit Lukas 15 und so erledige ich wieder einmal Wäsche, Zimmer usw. Nach den anstrengenden Osterfeiertagen ist es fein, auch einfach einmal ein bisschen zu relaxen.

Mittwoch arbeite ich bis 12 in Ubuntu, danach haben wir ein Meeting in unserer Host Organisation. Dort soll die schwierige Arbeitssituation im Hort besprochen werden. Ganz zustimmen kann ich zu einigen Meinungen nicht, beschließe aber, der Host Organisation weiter zu vertrauen und meiner Arbeit im Hort nachzugehen.

Donnerstag arbeite ich im Hort und schaue mir am Abend den Film "L'auberge espagnole" an. Darin geht es um einen Erasmusstudenten in Barcelona und wie er sein Leben dort meistert. In vielen Szenen finde ich mich selbst wieder und muss über so einige Begebenheiten schmunzeln.

Freitag Abend veranstalten wir wieder einmal einen interkulturellen Abend im Haus der anderen Volontäre. Diesmal gibts Tirolerknedl und Sauerkraut!

Am Samstag treffen wir uns bereits um 10 im Haus der anderen Volontäre. Die Eltern von Charlotte kommen um 9 am Flughafen an und wir beschließen, sie dort abzuholen und zuvor einen Trip nach Trapani zu unternehmen.
In einem 9-Sitzer gehts dann also los Richtung Trapani. Wir machen in einem Ort Halt, in dem es ein Antikes Bauwerk und ein Theater zu besichtigen gibt, fahren dann weiter nach Erice, einem Ort am "Berg", zu dem man mit einer Gondelbahn (!) gelangt und schließlich und endlich kommen wir gegen halb 9 in Trapani an. Viel gesehen von diesem Städtchen haben wir zwar nicht, trotzdem haben wir einen super Tag gehabt.
Bei der Heimfahrt tobt der ganze Bus: es wird geschrien, gesungen und einfach nur Party gemacht.

Somit wird der Sonntag wieder zum Relaxtag erklärt...

Der Montag startet wieder mit einem Meeting. Wir werden über die Pläne für den Sommer aufgeklärt. Ganz glücklich bin ich nicht darüber, wir werden jedoch sehen, wie sich alles entwickelt. In Ubuntu gibt es wieder schlechte Nachrichten: In der Nacht von Sonntag auf Montag haben Unbekannte eine Scheibe des Busses eingeschlagen und die Lichterkabel abgezwickt.

Gestern Mittwoch arbeite ich am Vormittag und lege mich am Nachmittag etwas aufs Ohr. Als Julia nachhause kommt, berichtet sie mir von einem E-Mail unserer Host-Organisation.
Wir dürfen vom 4. - 12. Mai nach Rom fliegen, um dort am On-Arrival-Training teil zu nehmen.
Endlich mal super gute Nachrichten!
Am Abend ladet noch Charlottes Familie zu einem französischen Abendessen ein. Es wird wieder ein netter Abend mit viel Gelächter und Getratsche!

Heute bleib ich im Bett - leider bin ich total verkühlt und hab etwas Fieber... na ja... gibt Schlimmeres!

Dienstag, 6. April 2010

Ostern einmal anders...










Am Dienstag, 30.3. verläuft der Tag zunächst recht ruhig. Abends ist ein Meeting bezüglich des Hortes angesetzt. Eine Lehrerin, die 20 Jahre Berufserfahrung in einer der Schulen im Borgo Vecchio vorzuweisen hat, soll uns darüber aufklären, wie wir mit diesen schwierigen Kindern umgehen sollen.
Das Meeting verläuft anders als erwartet und schließlich erfahre ich Dinge, die alles auf den Kopf stellen...

Deshalb bleibe ich am Mittwoch zuhause und versuche, etwas zur Ruhe zu kommen.
Donnerstag hole ich Mama und Papa vom Flughafen ab, sie kommen mich über Ostern besuchen.
Nachdem wir ihre Dinge ins Hotel gebracht haben, schauen wir uns meine Wohnung an und setzen uns ins nächste Restaurant.
Am Gründonnerstag gibt es in Sizilien so etwas wie eine "Nacht der langen Kirchen". Das bedeutet, dass alle Kirchen für jedermann zugänglich sind und obendrein noch feierlich geschmückt sind.
Deshalb machen wir noch einen Stadtrundgang und schauen uns die schönsten Kirchen an.

Am Freitag schauen wir uns einen botanischen Garten an und setzen uns ans Meer und genießen den Ausblick von der Promenade aus. Um 5 begeben wir uns ins Stadtinnere. Dort gibt es heute einen Umzug mit einer Madonna und Jesus im Sarg, der einer Fronleichnamsprozession ähnelt.

Karsamstag fahren wir nach Agrigento und besichtigen dort das Tal der Tempel. Dafür muss man 2,5 Stunden mit dem Zug quer durch die Insel fahren, bekommt dafür jedoch einen wunderbaren Eindruck davon.
Abends gehen wir mehr oder weniger zur Auferstehungsfeier und essen bei unserem "Lieblingsitaliener".

Den Ostersonntag starten wir mit einem Osterbrunch im Hotelzimmer von Mama und Papa. Sogar ein "Schafl" hat die Mama gebacken und der Osterhase wird wie gewohnt Schokoeier versteckt.
Nachmittags zeige ich Mama und Papa noch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, wie das Teatro Massimo, das Politeama oder die Kathedrale.

Am Ostermontag machen wir einen Ausflug nach Cefalù. Das Wetter spielt super mit und wir genießen diesen Tag am Strand. Auch der Papa kommt nicht zu kurz: wir erklimmen den "Berg" und haben somit einen wunderschönen Ausblick auf Stadt und Meer.
Abends schauen wir noch bei unserem Italiener vorbei und verabschieden uns dann , weil ihr Urlaub auch schon wieder vorbei ist.

Mittwoch, 31. März 2010

Die interkulturelle Woche







Diese Woche war schon etwas mehr los.

Den Sonntag (21.3.10) hab ich einfach genossen. Gemeinsam mit Margit bin ich mehr als 5 Stunden auf unserem Balkon gesessen und haben uns die Sonne ins Gesicht scheinen lassen. Da bekommt man gleich Lust aufs nächste Wochenende.

Am Montag erfahren wir, dass unser Franzose noch diesen Abend in Palermo ankommen wird.
Da wir am Abend den Geburtstag von Margit feiern, bekommt er gleich einen super Einstand mit einem gemeinsamen Abendessen. Er spricht weder gut Englisch noch Italienisch, deshalb stellt sich die Kommunikationssituation als ein bisschen schwierig heraus.

Dienstag Abend findet ein Meeting im Kindergarten statt. Dank den Sprachkenntnissen der Italiener darf ich über eine Stunde simultan Italienisch - Englisch übersetzen.
Mein Englisch hat auch schon bessere Zeiten erlebt, aber die Kambodschaner verstehen so wenigstens ein bisschen, was in der Versammlung besprochen wird.

Am Mittwoch statte ich bei einer estischen Volontärin einen Krankheitsbesuch ab, da sie schon seit 2 Wochen mit Nasennebenhöhlenentzündung im Bett liegt.

Donnerstag Abend veranstaltet unsere Organisation ein interkulturelles Abendessen.
Der Abend ist Teil eines EU-Projektes, das von Ce.S.I.E organisiert und umgesetzt wird.
Freiwillige aus verschiedenen europäischen Staaten kommen für ihr Pre-Departure Training (Vorbereitungsseminar für den EFD) nach Palermo, reisen dann in ihr jeweiliges Gastland (Senegal, Indien und Nepal) und werden nach 6 Monaten wieder nach Palermo zurückkehren, um hier ihre Auslandszeit zu reflektieren.

Am Freitag am Abend trifft sich alles was unter EFDlern Rang und Namen hat in der Taverne von Ballarò. Deshalb bin natürlich auch ich dabei :)
Da wir erst gegen halb 4 den Heimweg antreten, wird der Samstag dementsprechend ruhig und faul.
Nur der Frühjahrsputz in Küche und meinem Zimmer wird erledigt!

Am Sonntag gibt es nach unserem Französischkurs einen weiteren interkulturellen Abend im Haus der anderen Volontäre.
Das Abendessen ist wirklich hervorragend! Es gibt ein Glasnudelgericht aus Kambodscha, Quiche aus Estland, Pasta aus Sizilien, Leber und Püree aus Rumänien und österreichischen Kaiserschmarrn (der überraschend gut war :D).
Auch die Nachspeisen sind ein Gedicht: Tiramisù, Mousse au chocolat und Apfeltorte. Heute find ich mein Fastenopfer überhaupt nicht witzig!

Montag Abend gehe ich mit drei Freunden zu einer Weinverkostung im Hilton Hotel.
Einer der drei macht einen Somelierkurs und darf zu diesem Abend Freunde mitbringen --> mein Glück!
Wir trinken zwar nur ein Glas Wein, aber die Villa ist atemberaubend schön und liegt direkt am Meer!

Sonntag, 21. März 2010

Oamfach faul!

Diese Woche ist eigentlich überhaupt nichts passiert!

Abends war ich immer zuhause und habe versucht, mir ein bisschen Vokabeln einzuprägen, da es mit meinem Italienisch nicht gerade zum Besten steht!
Auch in Französisch kann ich gleich viel, wie vor unserem Kurs, da ich einfach keine Zeit bzw. keinen Willen habe, etwas zu lernen (die anderen sind ja alle Italiener und müssen nicht auch noch Italienisch lernen!)

Das Wetter ist mittlerweile besser, es scheint die Sonne, aber es ist immer noch kalt - besonders in den Häusern.

Voraussichtlich wird nächste Woche ein französischer Freiwilliger nach Palermo kommen und soll in unserer Wohnung leben. Dann sind wir 8 und die Wohnung ist endgültig übervoll!

Ich hoffe, zuhause ist alles in Ordnung und es geht euch soweit gut... freu mich immer über Neuigkeiten aus der Heimat!

Sonntag, 14. März 2010

Comment ça va?

Diese Woche passiert nicht wirklich viel.
Am Mittwoch sind wir zu einem interkulturellen Abendessen eingeladen. Momenta veranstaltet meine Host-Organisation ein Projekt, an dem Personen aus den verschiedensten Ländern teilnehmen.
Einer der Teilnehmer kommt aus Bulgarien, spricht aber perfektes Deutsch (eigentlich besser als ich!) und klärt mich über nähere Umstände bezüglich österreichischer Telefonanbieter auf... Ja klar, das wollte ich immer schon einmal wissen :)

Am Freitag ist der Hort geschlossen. Deshalb habe ich frei und schmeiße (wieder einmal) den Haushalt.
Um 6 Uhr haben wir das erste Mal unseren Französischkurs. 3 Freiwillige aus Frankreich werden mit uns einmal pro Woche ein bisschen Französisch lernen. Das ist recht witzig und wir pflegen soziale Kontakte :)
Danach essen wir gemeinsam: es gibt meine super Tiroler Knedl, französischen Nachtisch und sizilianische Pasta. Lecker :D

Da ich am Freitag frei hatte, muss ich am Samstag von 9 bis 1 im Kindergarten arbeiten. Zuhause gönn ich mir ein Mittagsschläfchen um für den Abend ausgeschlafen zu sein.
In unserem Kindergarten wird ein Fest veranstaltet (Vor 2 Wochen haben unbekannte Täter - es wird davon ausgegangen, dass es Mitglieder der Mafia waren - im Kindergarten und in der sich darunter befindenden Radiostation eingebrochen. Sie haben nicht nur alle erdenklichen Geräte des Radios geklaut, auch Lebensmittel und Spielsachen sind verschwunden.) um ein Zeichen gegen die Mafia zu setzen und gleichzeitig ein bisschen Geld einzunehmen.

In dieser Woche buche ich außerdem die Flüge fürs Leiterlager und für die Hochzeit von Clemens und Petra. Somit werde ich von 20. - 30. Mai und von 17. bis 22. Juni zuhause sein.

Alles Roger aus Kambodscha!


Am Montag arbeite ich nachmittags in Ubuntu. Heute ist der 1. März und somit Anti-Rassismustag. Deshalb gibt es eine Demonstration durch die Stadt in der ich und meine Mitbewohner teilnehmen. Solidarität! Jawohl! Und erst mitten in der Demonstration wird mir klar, dass ich auch Ausländerin bin und somit auch von Rassismus betroffen sein könnte. Hab ich wieder was gelernt...

Die Banca hat mir ein Packtl geschickt: mit Wiseguys-CD, Juniorschokolade und Betthupferl von der SemSchu. Leider nimmt das Packtl jemand ausm Postkastl , reißt es auf und klaut sowohl CD als auch Schoko! Deshalb bin ich richtig grantig, bestelle mir aber die CD sogleich bei Amazon nach!

Dienstag und Mittwoch arbeite ich und gehe auch zum Konversationskurs. Es ist einfach nur peinlich --> Ich stottere irgendwas vor mich hin und frage mich, ob ich diese Sprache denn je lernen werde?
In der Nähe des bekannten Teatro Massimo gibt es ein Cafè, in dem Schokoladespezialitäten jeglicher Artn (Heiße Schokolade mit Nüssen, Schokoladecafè, heiße, weiße Schokolade) angeboten werden. Dank der Fastenzeit darf ich mich an diesem Tag jedoch mit Cappuccino begnügen.

Am Mittwoch kommt auch unser neuer Mitbewohner an: Seila aus Kambodscha wird für 1 Monat in unserer Wohnung sein. Er ist eigentlich recht nett, fragt und redet aber ununterbrochen.
Sein Kleidungsstil ließe zwar darauf schließen, dass er mit der "westlichen Welt" ziemlich vertraut ist, doch wir müssen ihm erklären, was ein Kühlschrank, eine Waschmaschine und was ein Backrohr ist: keine leichte Aufgabe!


Am Donnerstag und Freitag arbeite ich im Hort. Wie immer ist dort die Hölle los. Der Pfarrer, der quasi der Chef ist, verkündet heute, dass er die Organisation schließen will. Kurz gesagt: alles ist ein Chaos!
Am Abend treffen wir uns im Haus der anderen Frewilligen und verbringen einen netten Abend.

Da ich mich durch etwige am Freitag verursachte Umstände am Samstag nicht wirklich wohlfühle, bleibe ich den ganzen Tag zuhause und gammle ein bisschen im Internet. Auch am Sonntag wird's mehr oder weniger gemütlich: Putzen und Waschen stehen auf dem Tagesprogramm :)